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Impotenz Medizin - Erektionsstörungen, Impotenz, Geschlechtskrankheiten
Zwar gibt es eine Vielzahl von Erkrankungen, bei denen der Penis betroffen oder mitbetroffen ist, wie z.B. Mißbildungen (am bekanntesten: die Phimose, eine Verengung der Vorhaut), Unfruchtbarkeit, allgemeine Störungen der Blutversorgung oder hormonelle Störungen. Am häufigsten zu beobachten ist jedoch die Impotenz, d.h. eine eingeschränkte Erektionsfähigkeit des Gliedes und Beeinträchtigungen beim Geschlechtsverkehr, auch genannt: "erektile Dysfunktion". Dabei gibt es vielfältige Erscheinungsformen: Desinteresse
und völlig fehlendes Verlangen nach Sexualität (auch in jüngerem
Alter), "Ejaculatio praecox": vorzeitiger, sehr schneller
Samenerguß unmittelbar nach Beginn des Geschlechtsverkehrs oder
auch "Ejaculatio retarda": zeitlich extrem verzögerter
oder gänzlich ausbleibender Samenerguß, Erektionsstörungen:
sehr frühzeitiges, schnelles Erschlaffen des Gliedes vor Ejakulation
und Orgasmus oder auch völlig ausbleibende oder sehr schwache Erektion
trotz sexuellen Verlangens
Psychotherapie
Neben der Psychoanalyse spielt hier insbesondere die Verhaltenstherapie eine Rolle, die sehr stark auch auf Untersuchungen der amerikanischen Sexualforscher Masters & Johnson beruht. In dieser Therapie, die nur angewendet wird, wenn die Störung überwiegend angstbedingt ist und keine organischen Störungen vorliegen, spielt das sogenannte "Koitusverbot" eine große Rolle: Den Partnern wird am Anfang streng untersagt, Geschlechtsverkehr zu haben, gleichzeitig sollen sie sich jedoch durch Zärtlichkeiten, Küssen, Streicheln usw. sehr stark gegenseitig erregen. Zu einem Zeitpunkt, wenn dann die männliche Erektion sich in mehreren solcher Petting-Situationen als dauerhaft erwiesen hat, wird auch der Koitus selbst wieder erlaubt.
Medikamentöse Therapie wird bei eindeutigen hormonellen Störungen angewendet, die auch die Blutzirkulation und damit Erektion beeinträchtigen. Behandelt wird mit dem männlichen Sexualhormon Testosteron. Teilweise werden auch Medikamente verordnet, die durchblutungssteigernd sind und als Aphrodisiaka wirken. Als Ersatz für eine Injektion in den Schwellkörper wird heute auch sehr oft das Medikament Viagra verordnet (siehe folgenden Abschnitt).
Bei der Schwellkörper-Injektionstherapie werden vom Patienten selbst sogenannte "vasoaktive Substanzen", die also auf die Blut-Gefäße einwirken, direkt in den Schwellkörper seines Penis gespritzt. Häufig verwendet wird das Präparat Prostaglandin E1 (in der Apotheke verkauft als "Prostavasin"). Die eingespritzte Substanz bewirkt in etwa 90% aller Fälle dann eine kräftige und dauerhafte Erektion. Diese Therapie wird allerdings, da sie Ursachen der Störung außer acht läßt und eine "künstliche" Erektion bewirkt, von Ärzten und Therapeuten nur in Ausnahmefällen und für begrenzte Zeit verordnet. Heute sehr erfolgreich angewendet wird bei vielen Patienten anstelle der Injektion in die Schwellkörper des Penis die Einnahme des Medikaments Viagra, das eine ähnliche Wirkung hat.
Penisring und Vakuumapparat sind Erektionshilfen, die in der Praxis nur selten eine Rolle spielen. Der Vakuumapparat besteht aus einem Zylinder, der über den Penis gestülpt wird. Mit einer kleinen Pumpe wird dann im Zylinder die Luft abgesaugt und so ein Vakuum erzeugt, die wiederum eine Erektion bewirkt. Der Penisring aus Kunststoff wird am unteren Ende des Penis wie ein Gummiring angelegt und verhindert so ein zu schnelles Abfließen des Blutes in den Schwellkörpern und damit ein schnelles Erschlaffen des Gliedes. Operative Methoden Bei den operativen Methoden zu nennen ist zum einen die sogenannte Venen-Sperr-Operation, bei der die blutabführenden Venen im Penis operativ entfernt werden, so dass der Blutabfluß aus den Schwellkörpern nur noch sehr viel langsamer erfolgen kann. Zum zweiten spielt heute auch ähnlich wie der Herz-Bypass-Operation die Einsetzung neuer Blutgefäße (meist aus der Bauchhaut des Patienten) eine Rolle.
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